KANTATE Singen nach Herzenslust
Heute möchte ich einen kleinen Rückblick geben auf die Abendandacht vom 3. Mai.
Ein wunderschöner warmer, erster Sommerabend, der Flieder blüht und die meisten Menschen sind draußen und genießen nach dem lagen trüben Wintertagen den Frühling. Jedes Mal, wenn ich eine Andacht plane oder einen Gottesdienst frage ich mich, werden Menschen kommen und die Gemeinschaft zu erleben? Sich tragen zu lassen von dem Spirit, der durch unsere Kirche weht. Gott nah zu sein, ganz nah. Ihn zu spüren im heiligen Raum der Kirche und gemeinsam zu beten und zu singen?
Und jedes Mal werde ich überrascht, tiefe Freude breitet sich in mir aus. Sie und Ihr kommt und nehmt teil, teilt Euren Glauben. Gemeinsam haben wir alte bekannte Lieder wie „Geh aus mein Herz in dieser lieben Sommerzeit“ oder „Du meine Seele singe“ gesungen, wurden getragen durch die tiefen Klänge der Orgel. Das alte Bekannte verleiht Sicherheit. Der Gesang kommt über unsere dicken Kirchenwände zurück und erfüllt den Raum. Ein Lehnen und Halten an den Tönen entsteht. Die Andacht war aber auch geprägt von neuen Liedern- Pure: Geweint vor Glück,
Reinhard May: Gib mir Musik und Marius Müller- Westernhagen: Freiheit und noch viele Lieder mehr. Auch hier ein Lehnen an die Musik und ein Erinnern, wann haben mich diese Lieder getragen. Welche Gefühle verbinde ich mit den Liedern, und da hatte jede und jeder ganz persönliche Erinnerungen.
Vielleicht war auch das eine oder andere Lieblingslied dabei. Denn mit unseren Lieblingsliedern können wir innere Räume eröffnen in denen wir Gott ganz nah sind. Gott wird spürbar und erlebbar in uns. Wir verbinden uns mit dem Hier -und dem Jetzt, es ist der Augenblick ,der in diesem Momenten zählt. Die Musik verbindet uns mit unseren Mitmenschen und mit uns selbst.
Meine Großeltern haben oft gesagt.
„Da wo gesungen wird,
da lass dich nieder.
Da hat das Böse keinen Platz.
Da schwingt das Herz.“
Da wo gesungen wird gibt es in dem Moment keine Angst, jedoch Hoffnung und Verbindung, die uns trägt
So haben wir gesungen nach Herzenslust an Kantate, ganz unter dem Motto
„Singet dem Herrn ein neues Lied,
denn er tut Wunder.“
Psalm 98,1
Mache Wunder sind klein, wir können sie kaum erkennen und doch sind sie da. Für mich war dieser Sommerabend an Kantate ein kleines Wunder, Sie und Ihr wart da.
Ganz liebe klangvolle Grüße
mit viel Mut zum Singen
Cordula Tolkmitt